KESSLER gehört zu den wenigen Sektkellereien Deutschlands, die ihre historischen Wurzeln in der Champagne haben. Als Teilhaber und Direktor des berühmten Champagnerhauses Veuve Clicquot Ponsardin in Reims sammelte Georg Christian von Kessler nicht nur Wissen über die Herstellung von Champagner, sondern war maßgeblich am Aufbau des renommierten Champagnerhauses beteiligt.
Seine dort gewonnene Expertise brachte er 1826 mit nach Deutschland, um dieses Wissen mit der Gründung einer eigenen Sektkellerei zu perfektionieren.
»Mein Vater willigte ein, mich meiner Neigung gemäß die Handlung erlernen zu lassen als denjenigen Stand, durch welchen mein Wunsch, Frankreich zu sehen, am leichtesten befriedigt werden könnte.«
― Georg Christian von Kessler
Mit seiner in Frankreich gewonnenen Expertise und seinem Entdeckergeist wies Georg Christian von Kessler dem Weinbau und der Sektherstellung in Deutschland neue Wege.
Die Entwicklung des Rüttelpults in Frankreich sowie des sogenannten Stülpbodens gemeinsam mit der Glashütte Buhlbach sind nur zwei Beispiele für Techniken der hochwertigen Versektung, an deren Entwicklung er maßgeblich beteiligt war und die bis heute Bestand haben. Tradition und Pioniergeist formen noch immer das Fundament Deutschlands ältester Sektkellerei.
Der Speyrer Pfleghof, KESSLERS imposantes Stammhaus, ist die Wurzel und der Ursprung des Unternehmens. Das historische Gebäude mit prächtigem Fachwerk aus dem 13. Jahrhundertliegt direkt am Esslinger Marktplatz. Es erlebte nur zwei Besitzer – die Kirche und die Reichsstadt Esslingen – bevor es im Jahr 1832 in den Besitz der Firma KESSLER überging.
Bis heute erfüllt es seine ursprüngliche Funktion: Jede Flasche KESSLER wird hier abgefüllt. Zusätzlich steht es Besuchern aus aller Welt für Besichtigungen des Gewölbekellers offen.
Unter dem Stammhaus erstreckt sich der Gewölbekeller über knapp 2.000 m², in dem das perfekte Klima für die Rohsekt-Lagerung herrscht. Bei konstant niedrigen Temperaturen entwickelt sich die Vielfalt der Aromen der KESSLER Sekte optimal weiter. Noch heute lagern ausgewählte Jahrgangs-Sekte in den historischen Gewölbekellern des Speyrer Pfleghofes. Wie bereits vor knapp 200 Jahren.
Wer kennt ihn nicht, den „Piccolo“? Ein Begriff, der heute als Bezeichnung für eine Viertel-, also eine Kleinstflasche Sekt, weit etabliert ist. Doch kaum einer weiß, woher die Benennung stammt und dass dass sich diese Bezeichnung auf die Sektkellerei KESSLER zurückführen lässt.. In den 20er und 30er-Jahren wurden die kleinen Sektflaschen mit Etiketten beklebt, auf denen zwei Kellner mit einer Flasche in einem Sektkübel dargestellt sind.
Das Motiv – gestaltet von Josef Benedikt Engl (1867-1907) – wurde schon 1904 als Plakat für KESSLER entworfen. Junge Kellner oder Kellnerlehrlinge bezeichnete man damals als „Piccolos“. Es ist seitdem und bis heute – in modernisierter Form – als Markensymbol und im Firmenlogo im Einsatz.
1929 wurde KESSLER Hochgewächs während der historischen Weltfahrt des legendären Luftschiffes „Graf Zeppelin“ kredenzt. Im Archiv des Unternehmens ist eine Flasche erhalten, die auf der Überfahrt von Japan nach Kalifornien entkorkt wurde – „500 Meter über dem Stillen Ozean ...“, so lautet die Aufschrift.
Konrad Adenauer bekennt sich als KESSLER Liebhaber. Im Februar 1956 übernachtete der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer in Stuttgart und besuchte auch die Sektkellerei KESSLER. Der Wein- und Sektkenner war nach einer Sektprobe so angetan, dass er verkünden ließ, dass fortan allen Staatsgästen der Bundesregierung KESSLER Hochgewächs serviert werden solle. Der Startschuss für die goldene KESSLER Ära war damit gesetzt.
»Ich kenne so ziemlich alle Sektmarken, aber KESSLER Hochgewächs ist für mich die beste; ich werde in Zukunft keinen anderen Sekt mehr trinken.«
― Konrad Adenauer, Februar 1956
Über den Status als Kanzlersekt kamen im Laufe der Jahre zahlreiche politische Hochkaräter mit KESSLER in Berührung. Nicht nur den Präsidenten Charles de Gaulle, John F. Kennedy und Bill Clinton wurde KESSLER Hochgewächs serviert, auch Königin Elisabeth II. von Großbritannien kam in den Genuss von KESSLER Hochgewächs.
Dank Adenauers Verkündung in Stuttgart hatte KESSLER einen Fuß in der Tür der „High Society“. Es begann die goldene Ära des KESSLER Sekts. Zahlreiche schillernde Persönlichkeiten
und Weltstars wie Romy Schneider oder Errol Flynn kamen mit KESSLER in Berührung und besuchten das berühmte Stammhaus.
Anfang der 70er-Jahre kam es zur „Demokratisierung von Sekt“. Sekt war fortan nicht mehr Privileg elitärer Kreise, sondern für jedermann zugänglich. Damit einhergehend veränderte sich der boomende Markt, große Sekthäuser entstanden und es kam zu mehr Konkurrenz und Wettbewerb. Auch KESSLER musste sich den neuen Gegebenheiten anpassen und versuchte, im Preiskampf mit den großen Häusern zu bestehen.
Folge war, dass die Sektkellerei KESSLER zu schnell wuchs, ohne ihre hohen Qualitätsstandards aufrechterhalten zu können. Nach einer Zeit der Krise konnte das Haus KESSLER unter der gegebenen Konstellation – mittlerweile geführt in der 6. Generation der Familie Weiss – den Betrieb nicht aufrechterhalten.
Nach der Krise folgte die Übernahme der Kellerei durch einen neuen, privaten Gesellschafterkreis. Fortan widmete sich das Unternehmen der Neuausrichtung im Zuge der Rückbesinnung auf die eigenen Stärken, die einst der Unternehmensgründer und Pionier Georg Christian von Kessler prägte. Die mit der Zeit verlorenen Standards wurden wiederhergestellt. Das klare Qualitätsbekenntnis und die Fokussierung auf den hochwertigen, traditionellen Herstellungsprozess sind heute wieder die wesentliche Grundlage des Unternehmens.
Die Neuausrichtung zeigte Wirkung. KESSLER hat sich wieder als Premium-Schaumwein in Deutschland etabliert. Zahlreiche Auszeichnungen der Sekte wie auch die Wiederbelebung der Marke in der Top-Gastronomie belegen eine erfolgreiche und glaubwürdige Qualitätsstrategie.
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